Beschäftigung - Was Tun mit einem Malteser


Tipps für eine sinnvolle Malteser Beschäftigung

Einige Halter begehen leider den Fehler, den Malteser als reines Haus- und Schoßhündchen zu betrachten und vernachlässigen eine sinnvolle geistige und körperliche Beschäftigung des kleinen Wirbelwinds.

Doch auch ein kompakter Zwerg wie der Malteser will rennen, schnüffeln und spielen wie die Großen und das jeden Tag! Am liebsten natürlich gemeinsam mit Herrchen.

Wenn Sie bis jetzt mehrmals täglich eine ausgedehnte Gassirunde mit Ihrem Vierbeiner drehen, leisten Sie schon einen wichtigen Beitrag zu einem gesunden, fröhlichen und zufriedenen Malteser-Leben.

Doch Spazierengehen ist bei Weitem nicht alles. Damit zu Hause erst gar keine Langeweile aufkommt und der Malteser sich eine eigene Beschäftigung sucht, sollten Sie für Abwechslung und ausreichend Aktivitäten sorgen. Oftmals benötigen Sie dazu gar keine oder nur sehr wenig Ausrüstung, welche sich ohnehin meistens in jedem Haushalt finden lässt.

Eine sinnvolle Beschäftigung für den Malteser kann auch seine Lebensdauer positiv beeinflussen!


Welche Vorteile hat eine ausreichende Beschäftigung meines Hundes?

- Ein psychisch und physisch ausgelasteter Malteser ist ausgeglichen und friedlich im Haus und entwickelt sehr wahrscheinlich keinerlei unerwünschte Verhaltensweisen. Gelangweilte Hunde äußern ihren Unmut hingegen oft in Aktionen wie Schuhe zerkauen, in die Wohnung machen, alles und jeden anbellen, Kabel und Polstermöbel annagen, Tapete herunterreißen und Ähnliches. Daran hat Herrchen sicherlich keine Freude, am gemeinsamen Spiel und Training hingegen schon.

- Sie halten Ihren Hund fit und gesund, wenn Sie ihn regelmäßig bewegen und auch sein Köpfchen anstrengen. Denn ein trainierter Körper und wacher Geist leisten mehr Widerstand bei möglichen Erkrankungen bzw. helfen diese durchzustehen.

- Die Halter-Hund-Bindung wird durch das Spielen und die gemeinsame Arbeit gestärkt. Sie zeigen dem Malteser, dass Sie der Rudelführer sind und somit das Sagen haben. Da Sie dem Vierbeiner viel bieten und immer wieder Abwechslung in seinen Alltag bringen, wird er dies mit Freuden akzeptieren.

- Ein gut erzogener Malteser genießt mehr Freiheiten und kann überall hin mitgenommen werden, da er keinen Unfug anstellen wird.

- Beim Spielen mit Artgenossen lernt der kleine Malteser den Umgang mit anderen Hunden und ist oft weniger feindlich gegenüber fremden Vierbeiner gesinnt.

- Spiel und Bewegung sind wichtig für eine gesunde körperliche und geistige Entwicklung des Hundes.


Langweilt sich mein Malteser?

Vielleicht bieten Sie Ihrem Malteser viel Auslauf und Bewegung, vernachlässigen es aber, ihn auch geistig auszulasten? Oder geben Sie ihm stets knifflige Denkaufgaben, halten die Spaziergänge aber äußerst kurz und knackig? Es ist wichtig, eine gute Mischung zu finden, damit der Hund zufrieden ist und ausreichend beansprucht wird.

Beachten Sie dabei bitte, welche Vorlieben Ihr Malteser entwickelt. Einige verlieren schnell die Geduld bei Intelligenzspielen und werden rasch frustriert, wenn es nicht auf Anhieb klappt. Wechseln Sie in solch einen Fall zu einfachen Spielen oder teilen Sie komplexe Aufgaben in kleinere Untereinheiten auf, damit sich Lernerfolge schneller einstellen.

Ein Hund, dem ständig körperliche Aufgaben gestellt werden und der sich viel und lange bewegt, kann hingegen zu einem wahren Adrenalinjunkie mutieren. Er will ständig neu gefordert werden und verlangt nach jeder Menge Action und Abwechslung. Darum ist es äußerst wichtig, eine gute Balance zu finden zwischen Bewegung und Köpfchenarbeit.

Woran erkennen Sie aber, ob Ihr Hund sich langweilt oder vielleicht zu viel gefordert wird? Nun, in beiden Fällen können sich unerwünschte Verhaltensweisen zeigen. Ein Hund, der wenig Beschäftigung bekommt sucht sich in der Regel selbst eine geeignete Ablenkung und entwickelt Ersatzverhaltensweisen. Vielleicht steht Ihr Malteser darum bei jedem Telefon- oder Türklingeln bellend in der Diele, bewacht bestimmte Gegenstände oder entwickelt einen starken Jagdtrieb.

Häufig wird der Hund Ihnen auch auf Schritt und Tritt folgen und versuchen, Sie zum Spielen zu animieren. Bei sehr wenig körperlicher Tätigkeit, rasen einige Malteser wie von der Tarantel gestochen durch die Wohnung und holen sich so ausreichend Bewegung.

Ein zu viel beanspruchter Hund hingegen hat oft nicht gelernt, auch einmal abzuschalten und sich auszuruhen. Er wirkt nervös, manchmal sogar aufgekratzt. Er will stets Neues erleben und langweilt sich schnell bei altbekannten Tätigkeiten. Bekommt er nicht die gewohnte Zuwendung und Aufmerksamkeit, wird er unruhig und sucht sich gegebenenfalls selbst eine Beschäftigung oder entwickelt eine Zerstörungswut.

Auch überforderte Hunde können am Ende des Tages aufgekratzt wirken, weil sie das hohe Pensum nicht ausreichend verarbeiten können. Unter Umständen wirkt der Malteser frustriert oder sogar leicht aggressiv.

Falls Ihr Hund ausreichend bewegt und auch geistig beschäftigt wird, merken Sie dies oft an einem sehr ausgeglichenen und ruhigen Wesen. Nach Training oder Spiel zieht sich der Malteser zurück und macht ein Nickerchen oder beschäftigt sich allein mit einem Spielzeug.

Ausgelastete Hunde dösen und schlafen am Tage viel und orientieren sich zeitlich an Ihnen, wenn es um Spaziergänge, Ausbildung und Spiele geht.

Was gilt es beim gemeinsamen Spiel zu beachten?

Wenn Sie einige wenige Spielregeln befolgen, werden Einheiten zum Lernen und Toben sicherlich ein voller Erfolg. Wichtig ist, dass Sie stets das Kommando haben und den Hund richtig anleiten, damit es für beide Seiten ein spannendes Unterfangen wird.

1. Sie bestimmen immer, wann und was gespielt wird und nicht umgekehrt. Die treibende Kraft sind also ausschließlich Sie. Dies gilt für den Beginn als auch für das Ende einer Einheit. Hören Sie darum auf, bevor der Hund sich langweilt und womöglich abwendet.

2. Bieten Sie dem Hund attraktive Belohnungen, die ihn motivieren mitzumachen. Ein Leckerchen, viel Lob ein Spiel oder Streicheleinheiten sind ideal.

3. Erkennen Sie die Vorlieben Ihres Hundes und lernen Sie seine Körpersprache richtig zu deuten. So bemerken Sie schnell, ob er sich bei einer Aufgabe langweilt oder überfordert fühlt. Konzentrieren Sie sich auf Aktivitäten, die Ihnen beiden Freude machen, aber versuchen Sie auch hin und wieder Neues.

4. Spielen und trainieren Sie nur, wenn beide Lust dazu haben. Zwang bringt in solche einem Fall überhaupt nichts, erst recht keinen Spaß.

5. Steigern Sie die Schwierigkeit von Aufgaben langsam, damit sich Erfolge rasch einstellen und die Motivation erhalten bleibt.

6. Der Hund sollte beim Spiel stets beaufsichtigt werden, um Gefahren schnell zu erkennen. Besonders bei neuem Spielzeug ist Vorsicht geboten. Achten Sie auf Robustheit und Schadstofffreiheit der verwendeten Materialien.

7. Fordern Sie den Hund nicht nach dem Fressen oder nach Spaziergängen zum Lernen und Spielen auf. Wecken Sie ihn auch nicht extra auf, um ihn zu beschäftigen.


Spielideen für den Malteser

Futterspiele

In der Natur springt die Beute wohl eher selten dem Wolf direkt ins Maul. Er muss sein Futter hingegen aufspüren und erlegen. Kurz: Er arbeitet für eine Mahlzeit. Anstatt Ihrem Malteser also sein Fresschen in einem Napf zu servieren, können Sie ihn ebenfalls etwas für das Futter tun lassen. Dies befriedigt einen natürlichen Instinkt und sorgt gleichfalls für Beschäftigung.

Ausschleckspaß

Nehmen Sie einen Eiswürfelbehälter aus Silikon oder Plastik und befüllen Sie diesen mit Futter. Dies kann sowohl Trocken- als auch Nassfutter sein. Am besten geeignet ist allerdings alles, was matschig oder breiig ist: Dosenfutter, gekochtes Fleisch und zerquetschte Kartoffeln, Schmierkäse, Banane, Joghurt usw. Bieten Sie dem Malteser den Behälter anschließend zum Ausschlecken an. Sie werden sehen: Es ist gar nicht so leicht, das Futter aus den kleinen Öffnungen herauszubekommen.

Sie können diese Beschäftigung im Sommer auch abwandeln und Ihrem Vierbeiner eine willkommene Erfrischung bieten. Befüllen Sie dazu die Schälchen und stellen Sie diese anschließend für einige Stunden ins Gefrierfach. Anschließend darf der Malteser das “Hundeeis” genießen. Doch Vorsicht: Bieten Sie diesen Snack nur in Maßen an, da zu viel kaltes Futter dem Magen unter Umständen nicht bekommt.
Übrigens ist diese Fütterungsmethode auch eine gute Idee für kleine Schleckermäulchen, die zum Schlingen neigen, da das Fressen erheblich verlangsamt wird.

Kong und Co.

Fertiges Futterspielzeug findet sich in jedem gut sortierten Fachhandel. Besonders beliebt sind befüllbare Bälle, die den Hund zum ausgiebigen Toben und Spielen anregen. Durch die hinauskullernden Belohnungshäppchen wird es eben nie langweilig, den Ball zu schubsen und zu kicken. Gemeinsam mit Artgenossen macht das Ballspiel dabei noch mehr Spaß.

Hoch im Kurs steht auch der Kong, ein etwas seltsam geformtes Spielzeug, welches aus robustem Naturkautschuk gefertigt ist und vielseitige Abwechslung bietet. Auch der Kong lässt sich befüllen, allerdings gelangt der Malteser hier in der Regel nicht durch die Bewegung an das Futter, sondern nur durch Kauen und Schlecken der Paste im Inneren. Trotzdem kann der Kong auch herrlich zum Werfen und Spielen eingesetzt werden und hüpft durch seine eigenwillige Form unkontrolliert und wild durch die Gegend.

Fetzen, Wühlen, Reißen, Auspacken

Alles, was Sie brauchen sind: Leere Klopapier- oder Küchenpapierrollen, die langen Röhren von Geschenkpapierrollen, Kartons, Packpapier, Zeitungs- oder Toilettenpapier, Küchenkrepp, alte Handtücher oder Laken usw. Daraus können Sie viele schöne Spiele für Ihren Malteser kreieren. Beispiele gefällig?

- Füllen Sie einen großen Karton mit allerlei Papier und Pappfetzen und verstecken Sie einige Leckerchen darin. Jetzt darf der Hund in diese Kiste steigen und nach Herzenslust nach den kleinen Happen buddeln und wühlen.

- Befüllen Sie diverse Papprollen mit schmackhaften Snacks und knicken Sie die Enden der Rollen um oder verschließen Sie diese mit Malerkrepp. Der Malteser muss die Röhren nun zerlegen, um an die Beute zu gelangen.

- Legen Sie Leckerlis auf einen großen Bogen Zeitungspapier und knüllen diesen zusammen. Umwickeln Sie die so entstandene Kugel erneut mit Zeitungspapier, bis Sie einen Ball geformt haben. Nun kann der Malteser diesen Ball rollen und schubsen und so lange zerlegen, bis er an das Futter im Inneren gelangt.

Für Wasserratten

Nehmen Sie eine große Plastikschüssel und befüllen Sie diese mit Wasser. Geben Sie nun Futter hinein, dass oben schwimmt und solches, das untergeht. Der Malteser wird mit der Pfote und dem Maul versuchen, danach zu angeln. Für mutige Hunde können Sie auch ein altes Kinderplanschbecken verwenden. Ein Riesenspaß im Sommer.

Buddelspaß

Die Alternative für draußen zur oben genannten Kartonkiste: Kaufen Sie im Baumarkt einen günstigen Kindersandkasten oder eine Sandkastenmuschel. Füllen Sie nun Erde, Sand, Mulch, Wasser, Papier, Stofffetzen oder Herbstblätter hinein und streuen Sie ein paar Leckerchen mit dazu. Von nun an wird sich Ihr Malteser in diese Buddelkiste stürzen und die Pfoten von Blumen- und Gemüsebeeten lassen.

Jagen und Zerren

Beute aufspüren, jagen, erlegen und verteidigen gehören alle zum natürlichen Verhaltensrepertoire des Hundes. Werden Sie diesem Trieb gerecht und spielen Sie ausgiebig und wild mit Ihrem Vierbeiner. Es wird Ihrem Malteser sicherlich viel Spaß bereiten und ihn anschließend müde und glücklich einschlafen lassen.

Hundeangel

Knoten Sie ein altes Handtuch oder ein Hundespielzeug an das Ende eines Seils (z.B. altes Springseil) oder ein Stück Wäscheleine. Diese möglichst robuste Schnur wird wiederum an einem Stock oder einem dünnen Ast befestigt. Nun können Sie die so entstandene Angel über den Boden ziehen, hüpfen lassen oder im Zickzack damit durch die Luft wedeln. Der Malteser wird mit Begeisterung hinter dieser Beute herjagen. Positiver Nebeneffekt: Durch das viele Laufen tun auch Sie etwas für Ihre eigene Gesundheit.

Frisbee und Bälle

Die meisten Hunde lieben es! Das Fangen und Apportieren von allem, das sich werfen und im Maul wieder zurückbringen lässt. Besonders geeignet sind natürlich Bälle und Frisbee-Scheiben.

Sie können aber auch einen Dummy werfen oder ein altes Stofftier. Vorsicht ist hingegen bei den so beliebten Stöckchen geboten, die sich unterwegs finden. Sie können leicht splittern und das Maul empfindlich verletzten. Greifen Sie lieber auf robuste Materialien zurück. Dieses Spiel eignet sich übrigens hervorragend, um Spaziergänge zwischendurch aufzupeppen oder für den heimischen Garten.

Baumwollseile und alte Jeans

Wer macht heute Beute? Nehmen Sie ein Baumwollseil (Es finden sich auch spezielle Taue im Fachhandel) oder zerschneiden Sie eine alte Jeans und verknoten Sie die Hosenbeine mehrmals. Fertig ist ein tolles Spielzeug zum Zerren und Raufen. Lassen Sie den Malteser ruhig ab und an gewinnen und mit der Beute stolz davonziehen. Allerdings sollten Sie ihm die Jeans oder das Seil am Ende immer abnehmen und somit das Spiel beenden.
Training, Gehorsam und Intelligenz

Sitz und Platz kann ja nun wirklich jeder Hund. Stellen Sie den Malteser vor neue und ungewöhnliche Aufgaben und begeistern Sie Freunde und Bekannte mit ausgefallenen Tricks und Kunsttücken. Fördern Sie außerdem das Köpfchen Ihres Viereiners und geben ihm ein paar Denkaufgaben.

Klickertraining

Diese Form des Trainings wird immer beliebter, da der Vierbeiner selbst ausprobieren und Verhaltensweisen anbieten muss, um zum gewünschten Ergebnis zu kommen. Wenn Ihr Hund das Klickern bereits verstanden hat, können Sie es auch unterwegs oder im Haus beliebig als kleine Abwechslung ins Tagesprogramm einstreuen. Sie können beispielsweise eine kleine Kiste im Raum aufstellen und erst mal abwarten, wie Ihr Vierbeiner reagiert. Geht er auf die Kiste zu: Klick! Jetzt wird er wissen, dass er etwas mit diesem Gegenstand anfangen soll.

Was genau Sie anschließend von ihm wünschen, ist egal. Vielleicht belohnen Sie das Antippen mit der Pfote oder das Umwerfen der Kiste. Wichtig ist, dass der Hund selbst ein wenig rumprobiert, auch wenn Sie zuvor keine bestimmte Absicht haben. Zeigt der Malteser ein Verhalten, das Ihnen gefällt, können Sie ihn mit dem Klick und einer anschließenden Belohnung animieren, weiter zu machen.

Zirkustricks / Tickdogging

Weiten Sie das Repertoire an Kommandos für Ihren Vierbeiner doch einmal aus und probieren Sie ungewöhnliche Tricks und Befehle. Lassen Sie den Malteser durch Ihre Beine Slalom laufen, auf Kommando in Ihre Arme springen, Männchen machen, sich verbeugen oder gar tot stellen. Es fördert die Intelligenz des Hundes ungemein, immer wieder neue Befehle zu erlernen und zu verinnerlichen.

Fangen Sie mit leichten Aufgaben an und steigern Sie sich langsam zu den kniffligen Tricks. Übrigens: Trickdogging ist eine prima Grundlage für Dogdancing. Hier werden Kunststücke in Kombination zu passender Musik dargeboten.

Intelligenzspielzeug

Selbst gebastelt oder gekauft: Interaktives Spielzeug für Hunde ist stark im Kommen und begeistert Vierbeiner und Ihre Besitzer. Bei den allermeisten Spielen wird Futter in Vertiefungen, Röhren oder Öffnungen versteckt, die verschlossen werden und vom Hund durch verschiedene Mechanismen geöffnet werden können.

Es gibt im Handel diverse Ausführungen und Größen, sodass Sie sicher eine für den Malteser passende finden werden. Wenn Sie gerne ein Spiel kaufen möchten, aber nicht wissen, ob Ihr Hund sich dafür begeistern wird und sich die Investition lohnt, können Sie Intelligenzspielzeug mittlerweile auch online mieten.

Eine hervorragende Gelegenheit, um diese Beschäftigungsmöglichkeit in Ruhe zu testen. Wer ein wenig handwerkliches Geschick besitzt, kann die Aufbauten natürlich auch zu Hause nachbasteln.


Hund Spielzeug Tipps und Tricks

Gekauftes Spielzeug:

- Achten Sie auf robuste und möglichst natürliche Materialien.
- Finger und Pfoten weg von Spielzeugen, die sehr stark nach Plastik oder Chemikalien riechen.
- Lassen Sie den Hund mit einem neuen Spielzeug zunächst nicht alleine
- Sortieren Sie beschädigte Spielsachen umgehend aus, um Verletzungen oder ein Verschlucken von Kleinteilen zu verhindern.
- Wählen Sie die richtige Größe für Ihren Malteser. Bälle, Intelligenzspielzeug und Co. gibt es oft in diversen Ausführungen für die verschiedensten Rassen zu kaufen. Fragen Sie bei Unklarheiten im Fachgeschäft um Rat.

Selbstgebasteltes Spielzeug:

- Achten Sie auch hier auf geeignete und ungefährliche Materialien.
- Häufig sind diese Eigenbauten leichter zerstörbar, was Verletzungsrisiken birgt. Den Hund darum immer beaufsichtigen!
- Meistens kosten selbst hergestellte Spielsachen kein oder nur sehr wenig Geld, da man die Materialien oft im Haus hat. Ein bisschen Kreativität kann sich also durchaus lohnen.
- Frisst der Hund Teile des Spielzeugs, wechseln Sie beim nächsten Mal das Material.
- Plastik sollte bei der Herstellung vermieden werden. Ebenfalls ungeeignet sind eingefärbte Kartons und bunt bedrucktes Papier, Schnüre und Wolle sowie Tesafilm.


Futterspielzeug für Neulinge:

- Befüllen Sie das Spielzeug bis zum Bersten mit Futter, damit sich Erfolge schnell einstellen und der Hund rasch lernt, worum es geht.
- Wählen Sie zunächst ein einfaches Spielzeug, das leicht zu bedienen ist und kein Intelligenzspielzeug für Profis. Steigern Sie den Schwierigkeitsgrad langsam.

- Veranschaulichen Sie dem Malteser zu Beginn, wie das Spiel funktioniert.
- Nehmen Sie das Spielzeug weg, sobald der Hund mit Gewalt versucht, an die Leckereien zu kommen. Ziehen Sie dies konsequent durch, wird er schnell merken, dass er mit Zerstörung nicht an die Belohnung im Inneren herankommt und andere Wege ausprobieren.

- Wählen Sie zum Befüllen nur hundefreundliche Snacks und Leckereien und verabreichen Sie Kalorienbomen nur in Maßen. Nicht jeder Hund verträgt die gleichen Lebensmittel gleich gut und er kann unter Umständen mit Durchfall oder gar Erbrechen reagieren. Vermeiden Sie in Zukunft solche Zutaten.

- Lassen Sie den Hund erst mit einem Futterspielzeug alleine, wenn er den richtigen Umgang damit gelernt hat.

Was tun bei Krankheit oder schlechtem Wetter?

Schlechtes Wetter sollte keine Ausrede sein nicht mit dem Hund spazieren zu gehen. Dem Malteser ist es in den allermeisten Fällen nämlich egal, ob es gerade regnet oder kalt ist. Herrchen jedoch hat oft keine Lust bei ungemütlichem Wetter einen Fuß vor die Tür zu setzten.

Falls es jedoch nicht gerade gewittert, sehr stark regnet oder heftig schneit, sollten Sie sich warm einpacken, die Leine schnappen und eine gemeinsame Runde drehen. So kann sich der Hund erleichtern und bekommt Bewegung.

Allerdings können Sie den Spaziergang ruhig ein wenig kürzer ausfallen lassen. Bei besonders schwül-heißen Temperaturen sollten Sie hingegen die Mittagszeit für das Gassigehen meiden und lieber auf die frühen Morgenstunden oder den späten Abend ausweichen.

Als Ausgleich für die verkürzten Ausgehzeiten, sollte dem Malteser auf jeden Fall im Haus genügend Abwechslung geboten werden. Zerrspiele, Apportieren oder das Angelspiel powern den kleinen Kerl aus. Auch Arbeit fürs Köpfchen ist anstrengend, wird den Hund jedoch nicht annähernd so auslasten, wie Bewegung.

Sind Sie einmal krank und die Spaziergänge müssen besonders stark eingeschränkt werden, so gilt natürlich ebenfalls, den Malteser in den eigenen vier Wänden zu unterhalten. Prima, wenn der Vierbeiner sich da auch mal alleine beschäftigen kann, z.B. mit einem Futterspielzeug oder einer Buddelkiste.

Wer möchte schließlich mit Fieber oder Schmerzen den Entertainer für seinen Hund geben? Gut geeignet sind auch Gehorsamsübungen, bei denen Sie lediglich Befehle geben, aber nicht zwingend das Bett oder Sofa verlassen müssen.

Sind Sie längerfristig krank, empfiehlt sich allerdings jemanden darum zu bitten mit dem Hund rauszugehen. Falls niemand diese Aufgabe übernehmen kann, schauen Sie nach Hundesittern oder einem Betreuungsservice für Vierbeiner.

Wie und womit beschäftige ich meinen Malteser-Welpen?

In den ersten Monaten des kleinen Maltesers sind Beschäftigungsspiele gar nicht von Nöten. Der kleine Malteser Welpe hat alle Pfoten damit zu tun ihre Umgebung und das Zusammenleben mit ihren Menschen kennenzulernen.

Alles ist aufregend und unbekannt für den Welpen. Da ist das Erlernen von Kommandos, der Stubenreinheit und der Leinenführigkeit Aufgabe genug. Hinzu kommt eine gute Sozialisation des Hundes, damit er später mit Menschen sowie Artgenossen jeglichen Alters und aller Größen gut zurechtkommt.

Auch das Umfeld gilt es zu entdecken: Verschiedenen Orte, Geräusche und Eindrücke müssen verarbeitet werden. Wer da noch die Welpenspielstunde oder Hundeschule besucht, fordert genug von seinem neuen Vierbeiner. Wer würde bei so viel Arbeit nicht am Ende des Tages friedlich schnarchend ins Körbchen fallen? Eben!

Überfordern Sie Ihren Hund darum nicht noch mit zusätzlichen Aktivitäten oder Spielen. An diese können Sie sich langsam nach einigen Monaten herantasten, wenn der Welpe selbstsicher und gut geprägt ist und die Grundbegriffe der Hund-Mensch-Beziehung verstanden hat.